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October 2000 - German PDF Print E-mail


The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis
Volume 48, Number 4 - October 2000 - German
Special Issue: Epirical Validation of Hypnotic Interventions

 

Zielorientierte Vorstellung ist keine ErklŠrung fŸr den Trainingseffekt der Carleton Skills Training Package
Agnieszka Niedzwienska

Zusammenfassung: Die vorliegende Untersuchung vergleicht zwei Behandlungen zur Steigerung der SuggestibilitŠt von Probanden, die in einem PrŠtest als niedrigsuggestibel eingestuft wurden. Probanden in einer der Behandlungen (n = 20) erhielten die Carleton Skills Training Package (CSTP). Probanden in einer zweiten Behandlung (n = 20) erhielten ein teilweises Training, das keine Informationen Ÿber imaginale Strategien einschloss. Die Verfasser des CSTP gehen von der Annahme aus, dass den GefŸhlen der Unfreiwilligkeit der Probanden zielorientierte Vorstellungen zugrunde liegen, und dass demnach subjektive VerŠnderungen nach dem Training hauptsŠchlich durch EinŸben von imaginalen Strategien herbeigefŸhrt werden. Die Kontrollgruppen (n = 20) erhielten keine Behandlung. Beide Trainingsbedingungen steigerten verhaltensmŠ§ige und subjektive Reaktionen in gleichem Ma§e. Die AusfŸhrung der Kontrollgruppen war bei beiden Tests konstant. GeringfŸgige Zunahmen in SuggestibilitŠtspunktzahlen nach dem Training standen in keiner Beziehung zur Steigerung der zielorientierten Vorstellungen bzw. zur Verwendung von Vorstellungen. Andere Mechanismen, mšglicherweise ein Compliance-Effekt, kšnnten dem CSTP-Effekt zugrunde liegen.

 

Autonome und psychologische Reaktionen auf einen akuten psychologischen Stressor und Entspannung: der Einfluss von Hypnotisierbarkeit und Absorption
Robert Zachariae, Michael Martini J¿rgensen, Peter Bjerring, und Gunner Svendsen

Zusammenfassung: Diese Studie untersuchte, wie psychologische und autonome Reaktionen auf einen experimentellen Stressor bzw. ein Entspannungsverfahren bei 13 hoch- und 13 niedrigsuggestiblen Vpn. durch Hypnotisierbarkeit und Absorption beeinflusst werden. Als Ma§ der autonomen Reaktion wurde die VariabilitŠt der Herzrate aufgezeichnet. Bei beiden Bedingungen wurde Absorption als der einzige bedeutende PrŠdiktor von autonomer ReaktivitŠt festgestellt. Erwartung und frŸheres Entspannungstraining - aber nicht Absorption und Hypnotisierbarkeit - sagten wahrgenommene Entspannung unter der Entspannungsbedingung vorher. Die Ergebnisse deuten an, dass in einem nichthypnotischen Kontext die Reaktion auf Versuchsbedingungen mšglicherweise nicht so sehr durch Hypnotisierbarkeit sondern vielmehr durch Absorption beeinflusst wird. Es ist mšglich, dass Absorption mit gršsserem Bewusstsein von internen physischen und psychologischen Prozessen zusammenhŠngt. Die Ergebnisse stŸtzen frŸhere klinische Resultate einer positiven Korrelation zwischen Absorption, subjektiver Wahrnehmung von autonomer ReaktivitŠt und dem Berichten von somatischen Symptomen.

 

Spezifische autobiographische Erinnerung als Folge einer hypnotisch induzierten Stimmung
Fiona Maccallum, Kevin M. McConkey, Richard A. Bryant, und Amanda J. Barnier

Zusammenfassung: Diese Studie untersuchte den Einfluss von hypnotisch induzierter Stimmung auf die SpezifitŠt von autobiographischer Erinnerung. Durch Hypnose wurde bei hochsuggestiblen (n = 24) und niedrigsuggestiblen Probanden (n = 21) eine traurige, neutrale oder glŸckliche Stimmung induziert, und es wurde die Aufgabe gestellt, spezifische autobiographische Erinnerungen als Reaktion auf positive und negative Reizwšrter abzurufen. Hochsuggestible Probanden in trauriger Stimmung reagierten zwar mit einer geringeren Anzahl spezifischer Erinnerungen auf positive Reizwšrter, aber nicht auf negative Reizwšrter. Probanden in neutraler und glŸcklicher Stimmung dagegen reagierten gleicherma§en auf positive und auf negative Reizwšrter. Die Ergebnisse deuten an, dass ein Defizit im Abruf von spezifischen Erinnerungen von State-Faktoren beinflusst sein kšnnte, die mit trauriger Stimmung in Zusammenhang stehen. Diese Ergebnisse verweisen auf die Brauchbarkeit von Stimmungsinduktion durch Hypnose als ein Mittel, den Zusammenhang zwischen Stimmung und autobiographischer Erinnerung experimentell zu untersuchen.

 

Ergebnisse des hypnotherapeutischen Raucherentwšhnungsprogramms der American Lung Association of Ohio
Karen Ahijevych, Ruth Yerardi und Nancy Nedilsky

Zusammenfassung: Hypnosebehandlung ist eines der Programme zur Raucherentwšhnung, das Rauchern angeboten wird. Die vorliegende Studie beschreibt eine umfangreiche Stichprobe aus einem solchen bisher noch nicht berichteten Programm. Im Jahr 1997 wurden unter Sponsorschaft der American Lung Association of Ohio hypnotherapeutische Gruppenprogramme zur Raucherentwšhnung abgehalten. An diesen Programmen, die jeweils aus einer einzigen Behandlungssitzung bestanden, nahmen 2810 Raucher teil. FŸnf bis 15 Monate nach der Behandlungssitzung wurde eine randomisierte Stichprobe von 452 Teilnehmern telefonisch interviewt. 22% der Teilnehmer (n = 101) berichteten, dass sie in dem diesem Interview vorausgehenden Monat nicht geraucht hŠtten. Die Anwendung von anderen Raucher-Entwšhnungsmethoden seit der Behandlungssitzung wurde berŸcksichtigt. Interessant ist, dass nur 20% der Teilnehmer, die pharmazeutische Mittel zur UnterstŸtzung der Raucherentwšhnung anwendeten, diese Mittel fŸr die gesamte empfohlene Behandlungszeit anwendeten. Hypnotherapeutische Behandlung zur Raucherentwšhnung bietet eine alternative Entwšhnungsmethode, die den individuellen BedŸrfnissen gewisser Klienten entgegenkommen kšnnte.

 

Ericksons Hypnose- und Therapiemethoden: Der heutige Stand
William J. Matthews

Zusammenfassung: Ericksonsche Hypnose- und Therapiemethoden haben in den letzten zwei Jahrzehnten viele klinische Therapeuten deutlich beeinflusst. Der vorliegende Artikel untersucht die derzeitige empirische Forschung zum einen unter dem Aspekt der Wirksamkeit dieser Therapiemethoden und zum anderen in bezug auf die Hauptannahmen, auf denen die ericksonsche Therapie beruht: (a) Annahme eines verŠnderten Bewusstseinszustands und das Vorhandensein von spezifischen Markern, die einen verŠnderten Bewusstseinszustand anzeigen; (b) †berlegenheit von indirekten Suggestionen Ÿber direkte Suggestionen; und (c) die Auffassung, dass die SuggestibilitŠt des Klienten eine Funktion der Kompetenz des Hypnotherapeuten ist. Durch die gegenwŠrtige Forschungsliteratur werden weder diese Hauptannahmen noch deren Wirksamkeit empirisch gestŸtzt. Der Artikel schlie§t mit einer Diskussion der Notwendigkeit von empirisch gestŸtzter Forschung zur †berprŸfung der Wirksamkeit der ericksonschen Therapie und ihrer zentralen Komponenten, um eine Ausgrenzung dieser Methode aus der wissenschaftlichen Hypnose- und Therapiefachgemeinschaft zu verhindern.

 
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