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April 2000 - German PDF Print E-mail


The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis
Volume 48, Number 2 - April 2000 - German
Special Issue: Epirical Validation of Hypnotic Interventions

 

Empirische UnterstŸtzung fŸr die Anwendung von Hypnose in der Medizin: Eine Analyse
Cornelia Mare Pinnell und Nicholas A. Covino

Zusammenfassung: VerŠnderungen im Gesundheitswesen in jŸngster Zeit werden von einer gesteigerten Nachfrage nach empirisch gestŸtzten Behandlungsmethoden in der Medizin bestimmt. GegenwŠrtig gibt es eine gewisse UnterstŸtzung fŸr die Integration von hypnotischen Methoden in die Behandlung von mehreren medizinischen Problemen. Die vorliegende kritische Analyse der Forschungsliteratur konzentriert sich auf empirische Forschung, die die Wirksamkeit von hypnotischer Behandlung als Begleitbehandlung gegen Angst bei medizinischen und zahnmedizinischen Behandlungen, bei Asthma, Hautkrankheiten, gastrointestinalen Erkrankungen, Blutungskrankheiten, †belkeit und Erbrechen in der Onkologie, sowie bei Geburtshilfe/GynŠkologie untersucht. Weitere Forschungsarbeit ist notwendig, um breitere Akzeptanz von Hypnose als begleitender Intervention bei medizinischer Behandlung zu sichern.

 

Hypnose bei der Behandlung von Trauma: Eine naheliegende Intervention, deren Wirksamkeit nicht vollstŠndig gesichert ist
Etzel Carde–a

Zusammenfassung: Hypnose wurde von den bahnbrechenden Klinikern Ende des 19. Jahrhunderts und den MilitŠrtherapeuten, die wŠhrend der kriegerischen Konflikte des 20. Jahrhunderts Soldaten behandelten, hŠufig therapeutisch genutzt. Heutzutage wird Hypnose auch bei Opfern von sexuellen †bergriffen, UnfŠllen und anderen Traumata, sowie bei Kindern und ethnischen Minderheiten angewendet. Dessen ungeachtet gibt es jedoch fast keine systematischen Untersuchungen zur Wirksamkeit von Hypnose bei posttraumatischem Stre§. Diese Sachlage ist aus folgenden GrŸnden besonders enttŠuschend: Hypnose kann leicht in Therapien integriert werden, die allgemein bei Traumapatienten Anwendung finden; in mehreren Untersuchungen wurde aufgezeigt, da§ eine Anzahl von Patienten, die unter posttraumatischem Stre§ leiden, hochsuggestibel sind; Hypnose lŠ§t sich fŸr Symptome bei posttraumatischem Stre§ therapeutisch nutzen; und Hypnose kann dazu beitragen, die traumatischen Erinnerungen zu modulieren und zu integrieren. Hypnotherapie kšnnte bei posttraumatischem Stre§ durchaus effektiv sein, jedoch mŸssen zur BestŠtigung zunŠchst systematische Gruppen- oder Einzeluntersuchungen durchgefŸhrt werden.

 

Eine Meta-Analyse von hypnotischer Analgesie: Wie effektiv ist Hypnose?
Guy H. Montgomery, Katherine N. DuHamel, und William H. Redd

Zusammenfassung: In den letzten zwei Jahrzehnten wurde hypnotische Analgesie vielfach untersucht. Es wurden jedoch keine systematischen Versuche unternommen, das Ausma§ der hypno-analgetischen Wirkung zu bestimmen oder die Verallgemeinerbarkeit von Ergebnissen in Relation zu Patienten-Untergruppen zu setzen. Die vorliegende Studie untersucht folgendes: die Wirksamkeit von Hypnose bei SchmerzbewŠltigung; vergleicht Untersuchungen zur suggerierter Schmerzminderung bei gesunden Vpn. mit solchen, die Patientenstichproben verwendeten; vergleicht die hypno-analgetische Wirkung mit der hypnotischen SuggestibilitŠt der Probanden; und bestimmt die Wirksamkeit der suggerierten Schmerzminderung in Relation zu anderen, nicht-hypnotischen psychologischen Interventionen. Eine Meta-Analyse von 18 Untersuchungen ermittelte eine mŠ§ige bis starke hypno-analgetische Wirkung, d. h. die Wirksamkeit von Hypnotherapie bei SchmerzbewŠltigung wird bestŠtigt. Die Ergebnisse deuten weiterhin an, da§ die hypnotische Suggestion bei Minderung von klinischem sowie experimentell suggeriertem Schmerz gleicherma§en effektiv war. Allgemein deuten die Ergebnisse auf eine breitere Anwendung von hypnotischer Analgesie bei SchmerzbewŠltigung.

 

Klinische Hypnose bei Kindern: Erste Schritte in Richtung empirische BestŠtigung
Leonard S. Milling und Christine A. Costantino

Zusammenfassung: Ein Vergleich von kontrollierten Studien zur Wirksamkeit von klinischer Hypnose bei Kindern zeigt vielversprechende Ergebnisse, insbesondere bei Minderung von akutem Schmerz, Stre§ infolge von Chemotherapie, und bei BettnŠssen. Bislang ist jedoch gemŠ§ den Kriterien fŸr empirisch gestŸtzte Therapien (EST / empirically supported therapies) keine hypnotische Intervention bei Kindern als "wirksam" zu bezeichnen. Der zu den EST-Richtlinien vorhandenen Literatur sind vor allem deshalb Grenzen gesetzt, weil es an detaillierten, in HandbŸchern und dergl. beschriebenen Behandlungsmethoden fehlt.

 

Hypnoseforschung als Begleitbehandlung zu kognitiver Psychotherapie
Nancy Schoenberger

Zusammenfassung: Es gibt in neuester Zeit zunehmend Forschungsarbeiten, die sich mit begleitender Nutzung von Hypnose bei kognitiver Therapie zur Behandlung von psychischen Stšrungen befassen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob die zusŠtzliche Nutzung von Hypnose die Wirksamkeit von kognitiven Verhaltenstherapien steigert. Insgesamt zeigen die Untersuchungen, da§ sich die Begleitung durch Hypnose bei der Therapie sehr vorteilhaft auswirkt, jedoch ist die Anzahl der veršffentlichten Untersuchungen relativ gering, und viele von ihnen sind methodisch begrenzt. Eine Anzahl von breit angelegten, randomisierten klinischen Versuchen sind erforderlich, wenn kognitive hypnotische Therapien als empirisch gestŸtzte Behandlungsmethoden anerkannt werden sollen. GegenwŠrtig ist die Wirksamkeit von Hypnose als Begleittherapie nicht geklŠrt.

 

Hypnose und suggerierte Methoden bei Raucherentwšhnungsprogrammen: eine Analyse von vorliegenden Forschungsergebnissen
Joseph P. Green und Steven Jay Lynn

Dieser Artikel analysiert 56 Studien zu Hypnose und Raucherentwšhnung in bezug darauf, ob die Forschungsergebnisse Hypnose als Behandlungsmethode empirisch stŸtzen. Obwohl hypnotische Behandlung im allgemeinen hšhere Abstinenzresultate im Vergleich zu den Kontrollgruppen (Warteliste oder keine Behandlung) ergibt, ist hypnotische Intervention im allgemeinen mit einer Reihe von nicht-hypnotischen Behandlungen vergleichbar. Der Nachweis, da§ Hypnose bessere Resultate erzielt als Placebos, ist nicht eindeutig. Kurz zusammengefa§t: Hypnose kann nicht als eine besondere oder wirksame Behandlungsmethode zur Raucherentwšhnung betrachtet werden. Au§erdem ist es in vielen FŠllen nicht mšglich, kognitiv-verhaltensmŠ§ige und erzieherische Interventionen als Ursache der Therapiefortschritte, die mit Hypnose assoziiert sind, auszuschlie§en. Derzeit kann Hypnose noch nicht als fest etablierte, effektive Therapie bei Raucherentwšhnung angesehen werden. Jedoch ist die Klassifizierung von Hypnose als "potentiell wirksame" Therapie zur Raucherentwšhnung durchaus vertretbar.

 

Hypnose als empirisch gestŸtzte klinische Intervention: GegenwŠrtige Situation und Blick auf die Zukunft
Steven Jay Lynn, Irving Kirsch, Areed Barabasz, Etzel Cardena und David Patterson

Dieser Artikel stŸtzt sich auf die Analysen der Fachliteratur in einem Sonderheft des International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis (2000) und fa§t die Nachweise zur Wirksamkeit von Hypnose als einer empirisch gestŸtzten klinischen Intervention zusammen. Insgesamt erhŠrtet die gegenwŠrtige klinische Forschung im allgemeinen den Anspruch, da§ hypnotische Behandlung auf einige psychische und physische Stšrungen bessernd einwirken kann, wobei die methodologischen Richtlinien von Chambless und Hollon zugrunde gelegt wurden. In vielen FŠllen kšnnen diese klinischen Behandlungen durchaus kostengŸnstig sein. Es ist wahrscheinlich, da§ bei zunehmender Verfeinerung empirischer Methoden und Weiterentwicklung von SchlŸsseldaten eine Anzahl von weiteren Hypnose-Behandlungsprotokollen ausreichend empirisch gestŸtzt werden, so da§ sie als "fest etabliert" gelten kšnnen. Es wird jedoch festgestellt, da§ die Richtlinien von Chambless und Hollon sich nicht besonders dafŸr eignen, den Impact von Hypnose als begleitende Behandlung zusammen mit anderen Interventionen zu bewerten. Der Artikel schlie§t mit Empfehlungen in bezug auf Fragen der Wirksamkeit, die grŸndlicher empirisch untersucht werden mŸssen, und schlŠgt methodologische Richtlinien fŸr Forscher und Therapeuten vor.

 

Der Stand der Hypnose als empirisch bestŠtigte klinische Intervention: Ein Vorwort zum Sonderheft
Michael R. Nash

In den einleitenden Bemerkungen zu diesem Sonderheft Ÿber den Stand der Hypnose als empirisch gestŸtzte klinische Intervention beschreibt der Herausgeber kurz die AnfŠnge der Forschung in klinischer Hypnose, die Logik des naturwissenschaftlichen Modells, die Wichtigkeit einer inspirierten, aber wissenschaftlich erhŠrteten klinischen Forschung, und das vielversprechende Zusammenwachsen von Praxis und Fragestellung der Forschung auf diesem Gebiet. Die AnfŠnge dieser Aufgabenstellung gehen auf den von Benjamin Franklin und Antoine Lavoisier vor 215 Jahren verfassten Bericht zurŸck, den sogenannten Report of the Royal Commission, einen Bericht, der als eines der wichtigsten Dokumente in der Geschichte der menschlichen Vernunft betrachtet wird. Das Ethos und die Logik dieses Sonderheftes stehen in der Tradition dieses Dokuments. Dieses Sonderheft vermeidet die einander widersprechenden psychohygienischen Agenden des Managed Care-Konzepts, der Regierung, der Patientenrechte und der Interessen der professionellen Organisationen, und sucht eine offene, abgewogene, informierte und objektive Darstellung von dem, was wir Ÿber klinische Hypnose wissen und von dem, was wir darŸber nicht wissen, zu bieten.

 
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