2017 - Volume 65

April
January

2016 - Volume 64

October
July
April
January

2015 - Volume 63

October
July
April
January
Home arrow Archives Index arrow October 1999 arrow October 1999 - German
October 1999 - German PDF Print E-mail


The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis
Volume 47, Number 4 - October 1999 - German

 

Hypnose und der RŸckruf von frŸhen autobiographischen Erinnerungen
Joseph P. Green

Zusammenfassung: Die vorliegende Studie stellte fest, da§ Versuche, frŸheste Erinnerungen zurŸckzurufen, stark vom Testkontext beeinflu§t wurden. Die Untersuchung zeigte, da§ eine kurze Selbsthypnose von drei Minuten in Verbindung mit der Andeutung, da§ Hypnose das GedŠchtnis verbessert, weiter zurŸckreichende autobiographische Erinnerungsberichte (M=29,5 Monate) zum Ergebnis hatte als Anweisungen, sich zu entspannen (M=37,9 Monate) oder zu zŠhlen/visualisieren (M=48,9 Monate). Fragen zu den frŸhesten Erinnerungen Ÿber 5 Altersbereiche hin zeigten, da§ im Hypnosekontext ein im VerhŠltnis grš§erer Teil der Probanden eine Erinnerung aus dem Alter von 12, 24, 36, 48, und 60 Monaten bzw. davor berichtete. Fast 40% der "hypnotisierten" Teilnehmer berichteten eine angebliche Erinnerung aus dem Alter von 12 Monaten oder zuvor. Es folgt eine kurze Diskussion von Kontexteffekten und Ôdemand characteristicsÕ, die mit Hypnose und Erinnerung im Zusammenhang stehen.

 

Die Formbarkeit von Berichten Ÿber frŸhe Erinnerungen: sozialer Druck, Hypnotisierbarkeit, Bereitwilligkeit und interrogative SuggestibilitŠt
Peter T. Malinoski & Steven Jay Lynn

Zusammenfassung: In einem Suggestivinterview reagierten Erwachsene bei Berichten von frŸhen autobiographischen Erinnerungen sehr stark auf soziale EinflŸsse. Das mittlere Alter der ursprŸnglich frŸhesten Erinnerung was 3,7 Jahre. Als die Probanden angewiesen wurden, die Augen zu schlie§en, zu visualisieren und sich auf den zweiten Geburtstag zu konzentrieren, berichteten 59% eine Geburtstagserinnerung. Nach wiederholten, auf noch frŸhere Erinnerungen gerichteten Fragen berichteten 78% der Vpn. Erinnerungen zum Alter von 24 Monaten oder zuvor, und 33% berichteten Erinnerungen innerhalb der ersten 12 Monate Lebensalter. Das mittlere Alter der frŸhesten berichteten Erinnerung war 1,6 Jahre. Probanden bewerteten ihre Erinnerungsberichte als richtig und nahmen sie nicht zurŸck, als ihnen Gelegenheit dazu gegeben wurde. Das Alter der frŸhesten Erinnerungsberichte in dem Suggestivinterview stand in negativer Korrelation zu den Ma§en von Bereitwilligkeit, Hypnotisierbarkeit und interrogativer SuggestibilitŠt.

 

Normative, gruppenbedingte und hypnotische EinflŸsse auf frŸhe autobiographische Erinnerungsberichte
Lisa R. Marmelstein und Steven Jay Lynn

Zusammenfassung: Diese Studie untersucht den Effekt von Erwartungen, von Gruppen- bzw. Einzelinterview-VorgŠngen, und von RŸckrufaufgaben auf frŸhe autobiographische Erinnerungen. Bei Erwartungen bzw. Interview-VorgŠngen wurde kein Effekt festgestellt. Jedoch berichteten Probanden unter Hypnose frŸhere Erinnerungen als sowohl vor Hypnose bzw.vor RŸckrufanweisungen. Ein Drittel der 85 Probanden berichtete Erinnerungen im Zeitraum der Kindheitsamnesie (d. h. im 2. Lebensjahr und zuvor), nachdem ihnen suggeriert worden war, da§ sie frŸhere Erinnerungen zurŸckrufen kšnnten. Unter Hypnose berichteten zwei Drittel der Vpn. solche Erinnerungen. Selbst nach Erhalt von Information Ÿber das Ziel des Experiments [debriefing] und nach telefonischem Kontakt au§erhalb des Versuchskontextes berichtete ein Drittel (37%) der Probanden weiterhin Erinnerungen aus dem Zeiraum vor dem zweiten Lebensjahr.

 

Autobiographisches Erinnern und Vergessen: Was kann Hypnose dazu sagen?
Amanda J. Barnier und Kevin M. McConkey

Zusammenfassung: Autobiographisches Erinnern kann folgenderma§en charakterisiert werden: in Bezug auf seine rekonstruktive Natur, in Bezug auf seine Beziehung zur eigenen IdentitŠt, und in Bezug auf wechselnde ZugŠnglichkeit. Hypnoseforschung, die sich mit persšnlicher Erinnerung befa§t, konzentriert sich zum gro§en Teil auf die rekonstruktive Natur. Wir untersuchen ausgewŠhlte BeitrŠge der Hypnoseforschung, die sich mit dem Wesen und der Funktion des autobiographischen GedŠchnisses befassen und besprechen weitere Methoden, wie Hypnose spezielle BeitrŠge zu theoretischem VerstŠndnis und empirischer Untersuchung von persšnlicher Erinnerung leisten kann. Wir geben einige Forschungsbeispiele zu verschiedenen Aspekten von Hypnose und autobiographischem GedŠchtnis und machen spezielle VorschlŠge, wie der Wert und der Einflu§ von Forschungsarbeit dieser Art erhšht werden kann. Wir treten dafŸr ein, da§ Hypnoseforscher weiterhin nach Mšglichkeiten suchen, die Wichtigkeit und Relevanz ihrer Arbeit zu demonstrieren und mitzuteilen.

 

Hervorrufen von autobiographischen Pseudoerinnerungen: Die Relevanz von Hypnose, Hypnotisierbarkeit und Attributionen
Richard A. Bryant und Amanda J. Barnier

Zusammenfassung: Die Verfasser untersuchten die Rolle von Hypnose, Hypnotisierbarkeit und Attributionen bei autobiographischen Pseudoerinnerungen. In Experiment 1 wurde hoch- und niedrigsuggestiblen Probanden sowie nicht hypnotisierten, hochsuggestiblen Probanden die RŸckrufung ihres zweiten Geburtstages suggeriert; in Experiment 2 wurde hypnotisierten Probanden und Simulanten eine gleiche Suggestion administriert. RŸckruf wurde wŠhrend und nach der Hypnose, sowie nach einem Herausforderungsverfahren [challenge procedure] getestet. In Experiment 1 berichteten mehr Hochsuggestible als Niedrigsuggestible eine Erinnerung unter Hypnose; aber die HŠlfte der wachen hochsuggestiblen Vpn., jedoch keine der hypnotisierten hochsuggestiblen Vpn., widerriefen bei Herausforderung [challenge] die Erinnerung. Hervorzuheben ist,da§ die Hochsuggestiblen ihre Erinnerungen Rekonstruktionen zuschrieben, die auf anderen Geburtstagen basierten. In Experiment 2 berichtete zwar eine gleichgro§e Anzahl von hypnotisierten Probanden und Simulanten unter Hypnose eine Erinnerung Ÿber den zweiten Geburtstag und widerriefen sie dann bei Herausforderung [challenge], aber sie schrieben ihre Erinnerungen anderen ErklŠrungen zu. Diese Ergebnisse zeigen, da§ weitere Untersuchungen Ÿber Attributionsprozesse, in denen von den Vpn. geglaubte, autobiographische Erinnerungen mit widersprechenden Fakten in Einklang gebracht werden, angebracht sind.

 
trymax курсы английского языка в москве