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October 1998 - German PDF Print E-mail


The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis
Volume 46, Number 4 - October 1998 - German

 

Ansprechbarkeit auf direkte bzw. indirekte Hypnoseverfahren: die Rolle der Resistenz als PrŠdiktorvariable.
Gary Groth-Marnat und Kaye Mitchell

Zusammenfassung: Empirische Untersuchungen, die nachzuweisen versuchten, da§ indirekt formulierte Hypnosesuggestionen grš§ere Ansprechbarkeit zur Folge haben als direkte Verfahrensweisen, zeigten im allgemeinen keine Unterschiede auf formellen SuggestibilitŠtsskalen. Empirische Untersuchungen auf verwandten Gebieten und klinische Beobachtung legen jedoch nahe, da§ Resistenz des Probanden eine wichtige einschrŠnkende Variable sein kšnnte. Insbesondere besteht die Erwartung, Probanden mit grš§erer Resistenz wŸrden mehr auf indirekte Methoden reagieren, aber Probanden mit niedrigem Resistenzniveau wŸrden mehr auf direkte hypnotische Verfahren ansprechen. Um diese Hypothese zu ŸberprŸfen, wurden Probanden entweder einem standardisierten Test der HypnosesuggestibilitŠt (Harvard Group Scale of Hypnotizability) oder einer vergleichbaren indirekten Skala (Alman Wexler Indirect Hypnotic Susceptibility Scale), gefolgt von einem Ma§ der Resistenz (Therapeutic Reactance Scale), unterzogen. Die Hypothese wurde nicht bestŠtigt, denn Probanden mit hšherer (oder niedrigerer) Reaktanz/Resistenz zeigten keine unterschiedlichen Resultate auf den direkten bzw. auf den indirekten SuggestibilitŠtsskalen.

 

Kommunikation bei SŠuglingen und die Entwicklung der HypnosesuggestibilitŠt
Brian Vandenberg, Ph. D

Zusammenfassung: Untersuchungen zur Entwicklung von HypnosesuggestibilitŠt zeigen, da§ diese irgendwann nach dem Alter von drei Jahren ex nihilo hervortritt. Die Ma§e, die zur Bewertung der HypnosesuggestibilitŠt verwendet werden, beruhen auf komplexen verbalen Anweisungen, und schlie§en demnach Untersuchungen in der frŸhsten Kindheit aus. Neuere Forschung auf dem Gebiet der frŸhsten Kindheit legt jedoch nahe, da§ die Ontogenese der HypnosesuggestibilitŠt wahrscheinlich in grundlegenden menschlichen FŠhigkeiten, die in den ersten Wochen und Monaten des Lebens hervortreten, gefunden werden kann. Das Ziel dieser Untersuchung ist dreifach: zu zeigen, da§ SŠuglinge auf der nicht-verbalen Kommunikationsebene FŠhigkeiten besitzen, die denen, die zur Hypnose erforderlich sind, entsprechen; Situationen im SŠuglingsalter zu identifizieren, die dem hypnotischen Kontext entsprechen; die dispositionellen und beziehungsmŠ§igen Attribute zu untersuchen, die fŸr spŠtere Unterschiede in HypnosesuggestibilitŠt verantwortlich sind.

 

PrimŠrvorgang, hypnotische TrŠume und der verborgene Beobachter: Hypnose bzw. bewu§te, aufmerksame Vorstellung (alert imagining)
Cornelia Mare Pinnell, Steven Jay Lynn, and James P. Pinnell

Zusammenfassung: FrŸhere Untersuchungen (Mare, Lynn, Kvaal, Segal & Sivec, 1994) zeigten, da§ hoch-suggestible Probanden Ÿber mehr PrimŠrvorgŠnge in hypnotischen TrŠumen berichteten, als niedrigsuggestible Probanden, die angewiesen wurden, Hypnose zu simulieren. Es zeigten sich keine Unterschiede im PrimŠrvorgang als Reaktion auf Anweisungen an einen "verborgenen Teil" des Probanden, Ÿber den hypnotischen Traum zu berichten. Die vorliegende Untersuchung wiederholte und erweiterte diese Ergebnisse, indem sie zeigte, da§ hoch-suggestible Vpn. (N=20), die die Traumsuggestion bestanden, Ÿber mehr PrimŠrvorgŠnge in ihren TrŠumen berichteten als hoch-suggestible Vpn., die angewiesen wurden, bewu§t und aufmerksam zu bleiben und bei den Suggestionen mitzudenken und mitvorzustellen (N=20). Auch hier, wie schon in frŸheren Untersuchungen, zeigten sich keine Unterschiede im PrimŠrvorgang als Reaktion auf Suggestionen eines Ôverborgenen BeobachtersÕ, und die HŠufigkeit von Traumreaktionen (87% Hypnose bzw. 96% Vorstellung) und Ôverborgener BeobachterÕ-Reaktionen (100% in beiden Gruppen) war Šquivalent in hypnotischen und nichthypnotischen Gruppen. Die Ergebnisse bestŠtigen bedingt ein psychoanalytisches Modell der Hypnose (Nash, 1991), indem Unterschiede in PrimŠrvorgang in der Reaktion auf Traumsuggestion, aber nicht auf Suggestion eines Ôverborgenen BeobachtersÕ deutlich wurden.

 

Noch einmal: Vorstellung und Hypnotisierbarkeit
Manuela M. Kogon, Paul Jaisukaitis, Annamaria Berardi, Malkeet Gupta, Stephen M. Kosslyn, und David Spiegel

Zusammenfassung: Das Ziel dieser Studie war, durch einen Computer erzeugte Vorstellungsaufgaben und einen vom Probanden selbst ausgefŸllten Fragebogen (Ôself-report measureÕ) der VorstellungsfŠhigkeit mit Hypnotisierbarkeit in Beziehung zu setzen, wobei die Hypothese zugrunde gelegt wurde, da§ durch einen Computer erzeugte Vorstellungsaufgaben bessere PrŠdiktoren der Hypnotisierbarkeit wŠren als ein Ôself-report measureÕ. Hypnotisierbarkeit von 43 Probanden wurde bewertet unter Verwendung des Hypnotic Induction Profile und der Stanford Hypnotic Susceptibility Scale. VorstellungsfŠhigkeit wurde bewertet durch das ÔVisual Vividness Imagery QuestionnaireÕ (VVIQ) und durch Computervorstellungsaufgaben, die die FŠhigkeit ma§en, Vorstellungen zu erzeugen, festzuhalten und zu transformieren. Es gab zwar keine Korrelation zwischen VVIQ und Hypnotisierbarkeit, aber die niedriger hypnotisierbaren Vpn. machten doppelt so viele Fehler in den rŠumlichen Vorstellungsaufgaben wie die hšher hypnotisierbaren Vpn., jedoch war der Unterschied statistisch unbedeutend. Die ZusammenhŠnge zwischen hypnotischer Leistung, Hypnotisierbarkeit und Vorstellungsfunktionen sind komplex.

 
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