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October 2008 - German PDF Print E-mail

 

The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis
Volume 56, Number 4 - October 2008 - German

 

Die Beiträge von Ramón y Cajal undd weiteren spanischen Autoren zur Hypnose
JOSÉ SALA, ETZEL CARDEÑA, Mª CARMEN HOLGADO, CRISTÓBAL AÑEZ, PILAR PÉREZ, ROCÍO PERIÑÁN UND ANTONIO CAPAFONS

Zusammenfassung: Die bedeutendsten Beiträge aus Spanien während des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts werden dargestellt. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Person Ramón y Cajals gelegt, dem Gewinner des Nobelpreises von 1906. Es wird allgemein akzeptiert, dass er mit seinen Arbeiten zur Färbung neuronalen Gewebes und zur synaptischen Transmission für die moderne Neurowissenschaft  grundlegende Arbeiten geleistet hat. Was jedoch in den meisten Darstellungen seiner Arbeiten nicht auftaucht, betrifft sein lang andauerndes Interesse an und seine Arbeiten zu Hypnose und anomalen Phänomenen. Dieser Artikel fasst dieses verlorene Erbe zusammen, erörtert weitere spanische Hypnosepioniere und gibt einen kurzen Überblick über gegenwärtige Arbeiten zu Hypnose in Spanien.

 

Paradoxe hypnotische Erfahrungen bei der Flucht aus einschränkenden Dilemmata: Ein klinisches Beispiel
WALTER TSCHUGGUEL  UND  MARLENE E. HUNTER

Zusammenfassung: Entscheidungen wie zwischen konfligierenden Optionen eine Auswahl getroffen werden soll beeinflusst oft die resultierende Wahl. Derart einschränkende Lagen führen oftmals zu Gefühlen von Hoffnungslosigkeit, Depression, oder chronischem Schmerz. Als Beispiel für eine solche Situation wird ein Modell zusammen mit Material eines Falles dargelegt, welches frühere widersprüchliche Erfahrungen nutze für die Behandlung einer Patientin mit chronischem Beckenschmerz. Der Fall stellt summarisch dar wie vorangegangenen paradoxe Erfahrungen als Substrate von Verhaltensänderungen dienen können, wobei hierdurch wiederum Wege aufgezeigt werden, die es dem Patienten erlauben diese Erfahrungen zu integrieren, auf persönliche und ruhige Weise, und ohne bewusste Anstrengung.

 

Israelische Normen für die Harvard Group Scale of Hypnotic Susceptibility, Form A
PESACH LICHTENBERG

Zusammenfassung: Eine hebräische Version der Harvard Group Scale of Hypnotic Susceptibility, Form A (HGSHS:A) wurde 283 Teilnehmern vorgelegt. Die Ergebnisse wurden mit denen der englischen Version (durchgeführt in den USA, Kanada, Australien) sowie den entsprechenden übersetzten Versionen aus Schweden, Rumänien, Italien, Finnland, Dänemark, Spanien und Deutschland verglichen. Die Mittelwerte waren vergleichbar mit der kanadischen und australischen Stichprobe, aber niedriger als die übrigen. Es gab keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die Erfolgsraten für die einzelnen Items waren gleich bzw. niedriger als in den anderen Studien. Die Reliabilität der Items lag in vergleichbaren Grenzen wie die anderen Sprachversionen. Die Autoren schlagen vor, dass die leicht niedrigeren Werte möglicherweise durch eine erhöhte Gruppengröße während der Testdurchführung zustande gekommen sein könnten. Insgesamt stimmen die israelischen Daten gut mit denen aus anderen Referenzstichproben überein.

 

Der Hypnotiseur während der hypnotischen Interaction: Einfluss des ersten Eindrucks auf Wahrnehmungen der Hypnotisierbarkeit
SUSANNE WHITEHEAD, PATRICIA NOLLER, AND PETER W. SHEEHAN

Zusammenfassung:  Wahrnehmungen von Merkmalen und Verhaltensweisen von Teilnehmern durch den Hypnotiseur wurden im Rahmen einer phänomenologischen Studie untersucht, die den Einfluss von Hypnosefähigkeit auf der Teilnehmerseite und den Stil des Hypnotiseurs erforschte. Zwei Hypnotiseure und 124 Teilnehmer (63 hypnotisierbar und 61 nicht hypnotisierbar) nahmen daran teil. Zwei Modifikationen der Experiential Analysis Technique (EAT) kamen zum Einsatz. Eine Version beinhaltete eine neue Modifikation bei der sowohl Hypnotiseur als auch Teilnehmer an der EAT Sitzung teilnahmen. Bei der zweiten Version nahm nur der Hypnotiseur an der EAT teil. Die Ergebnisse ergänzen vorangegangene Arbeiten und heben die aktive, empfindsame Natur der Beteiligung des Hypnotiseurs hervor. Zudem betonen die Ergebnisse die besondere Rolle der ersten Eindrücke des Hypnotiseurs, welche seine Beurteilung der Hypnosefähigkeit des Teilnehmers beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen auch, welche Schwierigkeiten mit der Rolle des Hypnotiseurs verbunden sind. Zusammenfassend legen die Ergebnisse nahe, dass verstärkte Aufmerksamkeit auf die Rolle der Beteiligung des Hypnotiseurs und die daraus resultierenden Implikationen für das Verständnis relationaler Prozesse in Hypnose gelegt werden sollte.

 

Déjà Vu im Labor: Ein behavioraler und experientieller Vergleich von posthypnotischer Amnesie und posthypnotischer Familiarität
AKIRA R. O’CONNOR, AMANDA J. BARNIER UND ROCHELLE E. COX

Zusammenfassung: Ziel dieses Experiments war es, ein laborwissenschaftliches Analogon für  déjà vu Erfahrungen zu entwerfen. Unter Hypnose vervollständigte eine Gruppe gut hypnotisierbarer Teilnehmer ein Puzzle und erhielt anschließend eine Suggestion zur posthypnotischen Amnesie (d.h. das Spiel zu vergessen, PHA-Bedingung). Eine zweite Gruppe gut hypnotisierbarer Probanden machte das Puzzle nicht, erhielt aber eine Suggestion, dass die sie daran erinnern können würde (posthypnotische Familiaritätsbedingung PHF). Nach der Hypnose erhielten alle Teilnehmer das Spiel und beschrieben ihre Reaktionen. Während 83% der Teilnehmer in beiden Bedingungen die jeweilige Suggestion erfüllten, spürten mehr Teilnehmer in der PHF-Gruppe ein déjà vu. Eine EAT Erhebung zeigte dass sie sensorische Faszination sowie Konfusion über die Ursache der Familiarität erlebten, ähnlich wie beim déjà vu. Diese Befunde heben den Nutzen von Hypnose als Labormethode zur Untersuchung von déjà vu hervor und liefern ein Modell für die Untersuchung klinischer Erscheinungsformen dieses Phänomens.

 

Virtual Reality Hypnose bei der Behandlung von chronisch-neuropathischem Schmerz: Ein Fallbericht
BRENT J. ONEAL, DAVID R. PATTERSON, MARYAM SOLTANI, AUBRIANA TEELEY UND MARK P. JENSEN

Zusammenfassung: Dieser Fallbericht beschreibt virtual reality Hpnose (VRH) bei der Behandlung von chronischem neuropathischem Schmerz bei einer Patientin mit einer fünfjährigen Vorgeschichte fehlgeschlagener Behandlungsversuche. Die Patientin nahm an einer sechsmonatigen VRH-Studie  teil, ihre Schmerzbeurteilungen hinsichtlich Intensität und Unannehmlichkeit gingen um durchschnittlich 36% bzw. 33% zurück. Zusätzlich dazu berichtete sie sowohl das völlige Fehlen von Schmerz sowie eine Reduktion der Schmerzen zwischen 3.86 und 12.21 Stunden nach den Sitzungen. Diese Reduktionen und die anhaltenden Verbesserungen nach der Behandlung waren denjenigen bei einer Studie mit Standardhypnose (non-VR) überlegen. Allerdings hielten die Schmerzreduktionen infolge VRH Behandlung nicht über längere Zeitspannen hinweg an. Die Befunde unterstreichen das Potenzial der VRH Behandlung bei refraktären chronischen Schmerzen.

 
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