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The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis Volume 57, Number 4 - October 2009 - German Affekt und Hypnose: Aufmerksamkeitszuwendung zu beunruhigenden Gedanken DONALD L. NATHANSON Zusammenfassung: Das eigentliche Geheimnis von Hypnose besteht in der Einfachheit der Induktion und der Leichtigkeit, mit der gewillte Probanden den Trancezustand annehmen und darin arbeiten. Etwas derart natürliches muss neuronal Systeme ansprechen, welche Trance zu einem normalen Phänomen machen. Hier wird die Sprache der Emotion vorgestellt, wie sie von Silvan Tomkins zwischen 1960 und seinem Tod im Jahr 1991 entwickelt wurde. Tomkins legte dabei einen Schwerpunkt auf den affektiven Gesichtsausdruck, bestehend aus programmierten Reaktionen auf spezifische Stimulationsmuster. Jeder einzelne von neun angeborenen Mechanismen leitet ein Reaktionsmuster ein, welches Menschen als Emotion erleben und das seinen Auslöser ins Bewusstsein bringt. Wie Menschen über etwas denken oder es erleben wird vom damit verbundenen Affekt bestimmt. Kognitionen, die an unangenehme Emotionen gebunden sind, können sehr veränderungsresistent sein bis Trancearbeit das affektive Umfeld des Teilnehmers umgestaltet. Strukturelle Aspekte von drei Hypnotisierbarkeitsskalen: Smallest Space Analyse V. K. KUMAR UND FRANK FARLEY Zusammenfassung: Die Smallest Space Analyse (SSA) wurde eingesetzt, um strukturelle Aspekte der Creative Imagination Scale (CIS), der Harvard Group Scale of Hypnotic Susceptibility, Form:A (HGSHS:A) und der Stanford Scale of Hypnotic Susceptibility, Form C (SHSS:C) zu untersuchen. Die Korrelationsmatrizen für jedes der Instrumente wurden publizierten Studien anderer Untersucher entnommen. Die SSA der CIS ergab eine Facette „Fokus der Verarbeitung“, bestehend aus zwei Items: somatosensorisch und sensorische Vorstellung. Die kombinierte SSA über eine 22-Item-Matrix zeigt, dass die CIS und HGSHS:A-Items separat regionalisierten. Die Itemkonfiguration schlug eine Facette „Natur der Suggestion“ vor, bestehend aus drei Subsets: die direkten motorischen Items der HGSHS:A, die Herausforderungs-Inhibitions Items der HGSHS:A und die kognitiven Items der CIS. Die SSA der SHSS:C legte zwei Facetten nahe, beide aus zwei Elementen bestehend: der Verarbeitungsfokus der Suggestionen (kognitiv-sensorisch und motorisch-sensorisch) und die Natur der Suggestionen (direkte und Herausforderungs-Inhibition). Die Diskussion um den Animalischen Magnetismus im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert CARLOS S. ALVARADO Zusammenfassung: Die Mesmeristen deuteten die Phänomene, die später als Hypnose bezeichnet wurden, als Auswirkungen einer Kraft namens Animalischer Magnetismus. Aus den Schriften von Psychologen und Medizinern ergibt sich der Eindruck, dass die Magnetismus-Bewegung Mitte des neunzehnten Jahrhunderts verschwand. Obgleich das Konzept des Animalischen Magnetismus bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts sehr deutlich zurückgegangen war, war es noch nicht völlig verschwunden. Beispiele liefern die Arbeiten von Hector Durville, Henri Durville, Émile Magnin und Edmund Shaftesbury. Detaillierte Beschreibungen der Arbeiten von Edmund Gurney und Albert de Rochas werden hier vorgestellt. Ähnlich wie ihre Vorgänger war auch die spätere Mesmerismusbewegung Teil dessen, was heute als Parapsychologie bezeichnet wird. Diese Verbindung zur Parapsychologie, einhergehend mit dem Glauben, dass die Abkehr von der magnetischen Theorie den wissenschaftlichen Fortschritt darstellt, hat zu einer teilweise unvollständigen Geschichtsauffassung geführt. Effekte eines hypnotisch veränderten Bewusstseinszustands auf semantische Verarbeitung ISTVÁN SZENDI, ZOLTÁN AMBRUS KOVÁCS, GYÖRGY SZEKERES, GABRIELLA GALSI, KRISZTINA BODA, ISTVÁN BONCZ UND ZOLTÁN JANKA Zusammenfassung: In einer Untersuchung über die linguistischen Prozesse unter Hypnose absolvierten 22 Teilnehmer – einmal unter Hypnose und einmal im Wachzustand - semantische und phonologische Flüssigkeitsaufgaben und Tests des assoziativen Primings mit 2 unterschiedlich langen Verzögerungen. Die Teilnehmer waren in der semantischen Aufgabe besser als in der phonologischen Flüssigkeitsaufgabe, sowohl im Wachzustand als auch unter Hypnose. Der Leistungsunterschied war unter Hypnose signifikant stärker ausgeprägt. Die verbesserte semantische Leistung unter Hypnose ging dabei mit einem Rückgang von Regelverletzungsfehlern einher. Signifikante semantische Primingeffekte zeigten sich in beiden Bewusstseinszuständen in den direkten und indirekten Beziehungen, und auch in den automatischen, intralexikalen und extralexikalen Kontrollprozessen. Insgesamt zeigen diese Befunde, dass ein hypnotisch veränderter Bewusstseinszustand zu einer signifikant besseren Leistung in der semantischen Informationsverarbeitung führt als dies unter aufmerksamem Wachen der Fall ist. Effekte einer Affektbrücke bei Altersregression CIARA CHRISTENSEN, ARREED BARABASZ UND MARIANNE BARABASZ Zusammenfassung: In dieser Studie wurden maßgeschneiderte Hypnoseinduktionen zur Altersregression mit Affektbrücke zu bedeutungshaltigen Erlebnissen untersucht. Maße der emotionalen Intensität, Spontanität, Elaboration und von Übergangsobjekten wurden genutzt, um die Genuinität der totgraphischen Verschiebung zu primärprozesshaften Charakteristika der hypnotischen Altersregression zu untersuchen. Eine Affektbrücke wurden eingesetzt, um stressbelastete Ereignisse im Alter von 3 bis 6 anzusprechen. Die Stanford Hypnotic Susceptibility Scale: Form C wurde eingesetzt, um hoch-hypnotisierbare Reals (n=8, Werte 9-12) und gering hypnotisierbare Simulatoren (n = 8, Werte 3 und weniger) auszuwählen. Die Gruppen verhielten sich unterschiedlich in Bezug auf die Häufigkeit von Übergangsobjekten, Spontanität und Intensität, nicht jedoch in Bezug auf die Elaboration. Die hypnotisierbaren Reals wiesen eine Vielzahl von primärprozesshaften, kindlichen affektiven Reaktionen auf, die nicht von den schauspielernden Simulatoren gezeigt wurden. Raub unter Hypnose in Italien: Eine psychokriminologische Analyse des Phänomens basierend auf Zeitungsartikeln zwischen 1988 und 2007 CARLO ALFREDO CLERICI, LAURA VENERONI, ANGELO DE’MICHELI, UND ISABELLA MERZAGORA BETSOS Zusammenfassung: Immer wieder kommt es weltweit zu alarmierenden Meldungen über Fälle von Raubüberfällen auf Banken, Geschäfte oder Passanten, die unter Hypnose verübt worden sein sollen. Der erste derartige Fall trat in Italien in den 1950er Jahren auf. Obwohl über das Phänomen in den vergangenen Jahren vermehrt in Zeitungen berichtet wurde, gibt es in der wissenschaftlichen Literatur dazu bislang keine objektive Analyse. Dieser Artikel analysiert 106 dokumentierte Fälle aus Italien (Zeitraum 1988-2007), welche durch eine systematische Suche in online- und Print-Archiven in italienischen Tageszeitungen und in den Meldungen der italienischen Presseagentur identifiziert wurden. Wenn diese Fälle von psychologischem und kriminologischem Standpunkt her analysiert werden, finden sich darin keinerlei Hinweise auf den Einsatz echter hypnotischer Methoden. Eine Meta-Analyse zum Einsatz von Hypnose bei der Behandlung von depressiven Symptomen: Eine Kurzmitteilung MIAOZUN SHIH, YUAN-HAN,YANG UND MALCOLM KOO Zusammenfassung: Die Wirksamkeit von Hypnose bei der Behandlung von depressiven Symptomen wurde mittels Meta-Analyse untersucht. Die Studien wurden über eine Suche in 8 elektronischen Datenbanken identifiziert (PubMed, Cochrane Reviews, PsiTri, PsychLit, Embase, Chochrane Depression, CCDAN, Google Scholar). Die Schlüsselwörter der Suche lauteten: (1) hypnosis, (2) hypnotherapy, (3) mood disorder (4) depression und (5) dysthymia. Sechs Studien wurden mittels des Comprehensive Meta-Analysis software package analysiert. Die kombinierte Effektstärke von Hypnose für depressive Symptome lag bei 0.57. Hypnose scheint die depressiven Symptome signifikant abzumildern (p y .001). Hypnose scheint folglich eine mögliche nichtpharmakologische Intervention bei Depression zu sein. Es werden Vorschläge für weitere Untersuchungen gemacht.
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