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The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis Volume 58, Number 3 - July 2010 - German Bewegung während der hypnotischen Suggestion für Armrigidität: Einblick in die zugrundeliegenden Mechanismen VICTORIA GALEA, ERIK WOODY, HENRY SZECHTMAN UND MICHAEL R. PIERRYNOWSKI Zusammenfassung: Wie können Armbewegungsmuster bei der Suggestion von Armrigidität zu der Illusion beitragen, dass der Ellbogen nicht mehr abgewinkelt werden kann? Zur Beantwortung dieser Frage wurden kinematische Analysen der oberen Extremität und des Rumpfes unternommen. Nichthypnotisierte Teilnehmer setzten dabei sorgfältig verschiedene Strategien um, die hypnotisierte Teilnehmer potenziell verfolgen könnten. Eine Profilanalyse ergab eine bemerkenswerte Vielfalt von möglichen Strategien. Die Hälfte der Teilnehmer zeigte keine wahrnehmbare Strategie, die mit der Hypothese konsistent war, dass die Teilnehmer die Suggestion nur halluzinieren und keine peripher-motorischen Anstrengungen unternehmen. Ebenfalls kam es häufig zu leichten Schwingungen oder zum Zittern des Armes. Dies deutet auf Bewegungen hin, die die Schwierigkeit beim Beugen des Armes repräsentieren. Diese können fälschlich als unintentional wahrgenommen und als Hinweis auf die Unfähigkeit zur Beugung interpretiert werden. Das Fehlen einer Motorstrategie ist eher konsistent mit der Theorie der dissoziierten Kontrolle, wohingegen das Zittern eher mit der sozialkognitiven Theorie oder der Theorie des dissoziierten Erlebens übereinstimmt. Kognitives Interview ad extremum : Ein Bauplan für Falscherinnerungen durch Imaginationsinflation WAYNE G. WHITEHOUSE, EMILY CAROTA ORNE UND DAVID F. DINGES Zusammenfassung: Dieser Artikel untersucht einen 3 Jahrzehnte alten Mordfall, bei dem die die 4Jahre und 9 Monate alte Tochter des Opfers als einziger Zeugin galt (State of Nebraska v. Donald J. Sykora, 2008). Die Autoren kritisieren die über 33 Jahre hinweg eingesetzten Ermittlungsmethoden , insbesondere die übertrieben eingesetzte Technik des kognitiven Interviews der Tochter, welches über Tage hinweg andauerte und diverse imaginative Techniken einsetzte. Widrige Umstände sind typisch für den gesamten Fall: a) das junge Alter der Zeugin zur Tatzeit, b) die Vulnerabilität von Erinnerungen gegenüber Suggestion und Veränderung über die Zeit hinweg, c) dem Einsatz von Hypnose zur Auffrischung der Erinnerung und d) der Durchführung eines schlecht dokumentierten, 31-stündigen kognitiven Interviews, das zu Wiederholung und Phantasie animierte. In diesem Fall wurde das kognitive Interview bedenklich hypnoseähnlich und lieferte Ergebnisse, die als Produkt von Imaginationsinflation anzusehen sind und damit nicht geeignet, wahrheitsgetreue Aussagen zu liefern. Virtuelle-Realität-Hypnose für Schmerz im Zusammenhang mit der Genesung von physikalischem Trauma DAVID R. PATTERSON, MARK P. JENSEN, SHELLEY WIECHMAN ASKAY, AND SAM R. SHARAR Zusammenfassung: Schmerz nach physikalischen Traumata ist weitverbreitet, kann die Wundheilung beeinträchtigen und wird oft nicht korrekt behandelt. Insbesondere die Rolle adjunktiver nichtpharmakologischer schmerzlindernder Techniken ist nicht ausreichend geklärt. Die Autoren berichten einen randomisierte, kontrollierte Studie von 21 hospitalisierten Trauma Patienten, die die analgetische Effektivität von VR-Hypnose () untersucht (VRH: Hypnotische Induktion und analgetische Suggestion, die durch spezielle Virtual-Reality-Software/Hardware erreicht wird). Selbstberichtsurteile über Schmerz wurden unmittelbar und acht Stunden nach der VRH Behandlung (adjunktiv zur Standardbehandlung) erhoben und mit der anjunktiven VR-Behandlung ohne Hypnose und zur einfachen Standardbehandlung verglichen. VRH-Patienten berichteten geringere Schmerzintensität und geringere Unannehmlichkeit im Vergleich mit den Kontrollgruppen. Diese vorläufigen Befunde legen nahe, dass VRH Analgesie eine vielversprechende Technologie darstellt. VRH könnte die Schmerzbehandlung verbessern und die Verfügbarkeit von hypnotischer Analgesiebehandlung für Populationen erhöhen, die keinen Zugang zu Thereapeuten-basierten Hypnose- und Suggestionsbehandlung haben. Effekte gewichtsbezogener wörtlicher und bildhafter Suggestionen bezüglich des Unterarms unter Hypnose ALFONSO SANTARPIA, A. BLANCHET, G. MININNI, F. ANDRASIK, F. KWIATKOWSKI UND J. F. LAMBERT Zusammenfassung: Die Autoren führten wiederholte, unter Hypnose durchgeführte wörtliche und bildhafte Suggestionen bezüglich der Schwere der Arme bei Probanden durch. Man wollte herausfinden, ob sprachlich variierte Suggestionen unter Hypnose signifikant unterschiedliche motorische Reaktionen verursachen - unwillkürliche Druckkräfte der Unterarme der Probanden – als ob ein sprachliches biomechanisches System beteiligt wäre. Sowohl klassische direkte Suggestionen (L) wie "Ihr rechter Arm ist schwer", als auch bildhafte Suggestionen (M) wie "Ihr rechter Arm ist aus Blei" wurden verwendet. Ein besonderer Effekt einer progressiven Zunahme des Drucks wurde nur bei der zeitlichen Abfolge L-M für jeden Unterarm gefunden (auf vorangegangene wörtliche folgten bildhafte Suggestionen). Dieser Effekt, welcher Crescendo Image Metaphor Effect genannt wird und im Rahmen der Context-Limited Simulation Theorie (CLS) konzipiert wurde, erklärt die Befunde. Zusammenhang zwischen Hypnotisierbarkeit und dem Catechol-O-Methyltransferase (COMT) Polymorphismus ANNA SZEKELY, REKA KOVACS-NAGY, ÉVA I. BÁNYAI,1 ANNA C. GŐSI-GREGUSS, KATALIN VARGA, ZSUZSA HALMAI, ZSOLT RONAI UND MARIA SASVARI-SZEKELY Zusammenfassung: Vorausgegangene Studien deuten auf die Beteiligung des dopaminergen Systems bei der Hypnotisierbarkeit hin und berichten einen Zusammenhang zum COMT Val158Met single nucleotide Polymorphismus (SNP, rs4680). Val/Met Heterozygoten waren dabei die am besten hypnotisierbare Gruppe bezüglich der Stanford Hypnotic Susceptibility Scale. Diese Studie repliziert diesen Zusammenhang an einer unabhängigen Stichprobe von 127 gesunden jungen ungarischen Erwachsenen und mit der Waterloo-Stanford Group C Scale of Hypnotic Susceptibility. Ein signifikanter Zusammenhang (p =0.016)wurde zwischen dem COMT-Genotypen und der Hypnotisierbarkeit beobachtet, wobei es einen additiven Effekt des Val-Allels gab: Hypnotiserbarkeitswerte lagen am höchsten für die Val/val (5.9), in der Mitte für die Val/Met (4.7) und am niedrigsten für die Met/Met (4.1)-Träger. Unterschiede zwischen diesen Ergebnisse und vorausgegangenen Studien stützen jüngste Befunde und legen einen umgekehrt-U-förmigen Zusammenhang zwischen dem Dopamin-Spiegel im präfrontalen Cortex und der kognitiven Funktion nahe. Die vorliegende Studien repliziert der Zusammenhang zwischen COMT Val158Met SNP und der Hypnotisierbarkeit und betont die Bedeutung mediierender Faktoren, wie z.B. Gruppen- oder Einzelinduktionen. Eine neue Hypnosetechnik für die Behandlung gefechtsbezogener Posttraumatischer Belastungsstörung EITAN G. ABRAMOWITZ UND PESACH LICHTENBERG Zusammenfassung: Viele Kriegsveteranen mit Posttraumatischer Belastungsstörung haben eine olfaktorische Komponente in ihrem Traumagedächtnis. Diese könnte durch die Technik des hypnotherapeutischen olfaktorischen Konditionierens (HOC) nutzbar gemacht werden. 36 Patienten mit chronischer PTSD (wiederkehrend olfaktorisch induzierten Flashbacks) wurden mit 6*1.5-Stunden Hypnosesitzungen behandelt. Als abhängige Variablen wurden die revised Impact of Events Scale, das Beck Depression Inventory und die Dissociative Experiences Scale verwendet. Signifikante Reduktionen der Symptomatologie wurden am Ende der 6-wöchigen Behandlung sowohl für die IES-R als auch für das Beck Depression Inventory und die Dissociative Experiences Scale beobachtet; 21 (58%) der Teilnehmer reagierten auf die Behandlung mit einer Reduktion von 50% oder mehr auf der IES-R. Die Verbesserung konnte bei den 6- und 12-Monat Nachfolgeuntersuchungen aufrechterhalten werden. HOC hat das Potenzial zur Behandlung von PTSD mit olfaktorischen Komponenten beizutragen. Hypnotisierbarkeitsbezogene Effekte vestibulärer Beeinträchtigung auf Haltung und Bewegung MANUEL MENZOCCHI, GIULIA PAOLETTI, GIANCARLO CARLI, ELIANA SCATTINA, DIEGO MANZONI UND ENRICA LAURA SANTARCANGELO Zusammenfassung: Körperschwankung (body-sway) und Lokomotion sind bei hoch und gering suggestiblen Teilnehmern während einer Veränderung des visuellen und propriozeptiven (Nacken/Bein) Inputs unterschiedlich moduliert. Das Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob die teilweise Beeinträchtigung der vestibulären Information aufgrund der rückwärtigen Kopfbewegung das posturale (Studie 1) und lokomotorische (Studie 2) Verhalten bei hoch- und geringsuggestiblen Teilnehmern unterschiedlich beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass, im Gegensatz zur visuellen und propriozeptiven Modalität, vestibuläre Deaktivation keine größeren Unterschiede zwischen den Gruppen induzierte, ausgenommen einer Verbesserung beim Geradeauslaufen, was nur bei den Hochsuggestiblen auftrat. Der Artikel gibt einen Überblick über Strukturen und mögliche Mechanismen der auftretenden Unterschiede der Gruppen in der Motorkontrolle und legt nahe, dass die Hypnotisierbarkeit ein relevanter Faktor bei neuro-rehabilitativen Maßnahmen sein könne, da einen Teil der Variabilität des senso-motorischen Selbst erklärt. Präferenzen für hypnotische Imagination zur Reduktion von Hitzewallungen: Eine Kurzmitteilung GARY ELKINS, JOEL MARCUS, JENNIFER BUNN, MICHELLE PERFECT, LYNN PALAMARA, VERED STEARNS UND JACQUELINE DOVE Zusammenfassung: Das Ziel dieses Berichts besteht darin, von Frauen bevorzugte Imaginationen für die Hypnotherapie zu identifizieren, die bei der Behandlung von Hitzewallungen zu Einsatz kommen können. Im Rahmen einer größeren Studie wurden 51 Brustkrebs-Patientinnen nach ihren persönlichen Präferenzen bezüglich Vorstellungsbildern zur Reduktion von Hitzewallungen befragt. Die meisten Teilnehmerinnen identifizierten persönliche Vorstellungen, die mit Kühlung zu tun hatten. Keine Teilnehmerin wählte Vorstellungen aus, bei denen Wärme oder Hitze vorkamen. Die verbreitetste Vorstellung beinhaltete kühlendes Wasser (27%). Es wird vorgeschlagen, dass Kliniker, die Hypnose zur Reduktion von Hitzewallungen einsetzen auf die Präferenzen der Patientinnen achten sollen, das spezifische Vorstellungen, die Kälte oder Wärme beinhalten, die Effektivität von Hypnose bei der Behandlung von Hitzewallungen beeinflussen könnte.
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