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April 2001 - German PDF Print E-mail


The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis
Volume 49, Number 2 - April 2001 - German

 

Indizieren des Erlebens von Geschlechtsumwandlung unter Hypnose- und Vorstellungsbedingung
Kevin M. McConkey, Amos Szeps, und Amanda J. Barnier

Zusammenfassung: Hochsuggestible VPn. erhielten in einer Hypnose- bzw. Vorstellungsbedingung die Suggestion, sich als das andere Geschlecht zu erleben und indizierten das Erleben mit einem kontinuierlichen, gleichzeitigen verhaltensmŠ§igen Ma§, indem sie eine ZŠhlerscheibe drehten, um VerŠnderungen in der IntensitŠt des suggerierten Effekts anzuzeigen. ZusŠtzlich indizierten die VL die Erlebnisse der Vpn durch eine retrospektive EinschŠtzung der Echtheit des induzierten Rollenspiels, der Unfreiwilligkeit und des aktiven Denkens. Die EinschŠtzung auf der ZŠhlerscheibe zeigte, da§ das Erleben fŸr die hypnotisierten Vpn. schneller einsetzte als fŸr die Vpn. in der Vorstelllungsbedingung. Au§erdem gab es Unterschiede in der Beziehung zwischen ZŠhlereinschŠtzung und retrospektivem Urteil in beiden Bedingungen sowie in der Suggestions-, Test- und RŸcknahmephase des Items. Die Befunde werden im Hinblick darauf analysiert, inwiefern die ZŠhlermethode zu einem besseren VerstŠndnis der Suggestion der Geschlechtsumwandlung sowie des subjektiven Erlebens von Hypnose und Vorstellung beitrŠgt.

 

Die heutige Psychoanalyse und Hypnose
Mary Jo Peebles-Kleiger

Zusammenfassung: Die Beziehung zwischen Psychoanalyse und Hypnose wird in drei Teilen dargestellt: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. ZunŠchst wird die Parallelentwicklung von Psychoanalyse und Hypnose in den letzten hundert Jahren zusammengefasst. Vier theoretische Hauptrichtungen der Psychoanalyse (Triebtheorie, Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie und Selbstpsychologie) und ihr jeweiliger Einfluss auf die Anwendung von psychoanalytisch orientierter Hypnose wird beschrieben. Zweitens folgt ein †berblick Ÿber vier gegenwŠrtige Bewegungen in der Psychoanalyse (postmodernism, spontaneity, pluralism, und integrationism) sowie ein Kommentar zu deren mšglichen Auswirkungen auf die gegenwŠrtige und zukŸnftige Hypnosepraxis. Abschlie§end werden die Folgen dargestellt, die sich aufgrund der KŸrzungen der Ausgaben im Bereich der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung fŸr die Praxis der Psychoanalyse und psychoanalytisch orientierten Behandlungsformen ergeben. Durch ihre an vielen Theorien orientierten, kurzen Interventionen auf der Grundlage von Forschung und klinischer Praxis bietet sich Hypnose besonders dazu an, die Psychoanalyse in die nŠchsten hundert Jahre der therapeutischen Versorgung hinŸberzuretten.

 

Die Stanford Hypnotic Susceptibility Scale Form C: Normativstatistiken einer hollŠndischen Stichprobe
G. W. B. HŠring, K. Roelofs, und C. A. L. Hoogduin

Zusammenfassung: Normen fŸr die hollŠndische Fassung der Stanford Hypnotic Suggestibility Scale Form C (SHSS:C Weitzenhoffer und Hilgard, 1962) werden prŠsentiert. Diese Normen basieren auf einer Stichprobe von 135 Studenten einer hollŠndischen UniversitŠt. Im allgemeinen waren die psychometrischen Eigenschaften der hollŠndischen Fassung der SHSS:C denen der Fassungen in anderen Sprachen Šhnlich. Jedoch war der Mittelwert etwas niedriger als der in den ursprŸnglichen Normierungsstudien an der Stanford UniversitŠt.

 

Anterior Brain Functions and Hypnosis; A Test of the Frontal Hypothesis
Sakari Kallio, Antti Revonsuo, Heikki HŠmŠlŠinen, Jaana Markela und John Gruzelier

Zusammenfassung: Neuropsychologische Tests der Frontallappen wurden angewendet, um Vpn. mit hoher (n = 8) und niedriger (n = 9) SuggestibilitŠt in Baseline- und Hypnosebedingungen zu vergleichen Die Bewertung der Vpn. erfolgte auf zwei Skalen der Hypnose-SuggestibilitŠt und durch folgende Testbatterie: Stroop-Test, Aufgaben zur verbalen FlŸssigkeit (word-fluency to letter and semantic-designated categories), Tests der einfachen Reaktionszeit und der sog. Choice-Reaction-Time (Wahlmšglichkeit zwischen zwei oder mehr Reizen), eine Vigilanzaufgabe, und ein Fragebogen von 40 selbstbeschreibenden Aussagen zu fokussierter Aufmerksamkeit. Die Wirkungen fŸr hypnotische SuggestibilitŠt und Hypnose/Kontrollbedingungen waren bei den abhŠngigen Grš§en durchwegs gering. Die Baseline-Werte fŸr hochsuggestible Vpn. auf dem Fragebogen waren hšher, und ihre AusfŸhrung bei der Aufgabe zur WortflŸssigkeit unter Hypnose war stŠrker reduziert als bei den niedrigsuggestiblen Vpn. Die Befunde deuten an, dass frontale Hirnareale zwar eine wichtige Rolle bei hypnotischen Reaktionen spielen mšgen, dass jedoch die Mechanismen offensichtlich sehr viel komplexer als eine einfache generelle Inhibition sind.

 

Befolgt die hypnotisierte Versuchsperson den Aufforderungsdruck (Compliance)?
Taru Kinnunen, Harold S. Zamansky und Beth L. Nordstrom

Zusammenfassung: Um die Rolle von Aufforderungsdruck (Compliance) bei der Reaktion auf Hypnosesuggestionen zu untersuchen, erhielten Vpn. eine Reihe von Vorgaben nach der Standardtechnik der Hypnose und auch mit der Aufforderung, den Suggestionen zu folgen. Die offensichtlichen verhaltensmŠ§igen Reaktionen der Vpn. wurden festgestellt. Au§erdem wurden sie Ÿber ihre subjektive Wahrnehmung der Suggestionen befragt, wobei durch Messungen der HautleitfŠhigkeit die Aufrichtigkeit (truthfulness) ihrer Berichte bestimmt wurde. Zwar waren die verbalen und verhaltensmŠ§igen Reaktionen unter beiden Bedingungen konsistent mit den Vorgaben, jedoch schienen die Reaktionen unter Standardhypnose als echt wahrgenommen zu werden. Mit anderen Worten, Berichte des subjektiven Erlebens erfŸllten das Kriterium der Aufrichtigkeit, wŠhrend Berichte des suggerierten Erlebens in der Compliance-Bedingung das Kriterium der Aufrichtigkeit nicht erfŸllten.

 

Der Effekt von Rapid Induction Analgesia (RIA) auf subjektive EinschŠtzung von Schmerz und Schmerztoleranz
Bernadette R. Wright und Peter D. Drummond

Zusammenfassung: An 58 Studenten wurde eine Untersuchung des Effekts von Rapid Induction Analgesia (RIA) auf Schmerztoleranz und EinschŠtzung von mechanisch induziertem Schmerz am schmerzsensibilisierten Unterarm durchgefŸhrt. Posthypnotische Suggestionen von Entspannung und Analgesie hatten keinen Einfluss auf die SchmerzeinschŠtzung oder Schmerztoleranz, aber die EntspannungseinschŠtzung nahm nach RIA zu. Wenn im Verlauf der SchmerzprŸfung Suggestionen von Analgesie gemacht wurden, wurde der Schmerz um den Toleranzpunkt in der RIA-Gruppe als weniger unangenehm eingeschŠtzt als in der Aufmerksamkeits-Kontrollgruppe. Die Schmerzschwelle oder -toleranz wurde jedoch durch RIA nicht beeinflusst. Schlussfolgerung: Der Effekt von RIA auf subjektive Schmerzberichte (insbesondere auf die affektive Komponente) war stŠrker als der Effekt auf die VerŠnderung der Schmerztoleranz. Zur Minderung der affektiven Komponente des Schmerzes war die Aufrechterhaltung der hypnotischen Suggestion wirksamer als posthypnotische Suggestionen von Wohlbefinden und Entspannung.

 
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