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July 2007 - German PDF Print E-mail

 

The International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis
Volume 55, Number 3 - July 2007 - German

 

Hypnotherapie bei chronischem Schmerz
Gary Elkins, Mark Jensen und David Patterson

Zusammenfassung: Dieser Artikel liefert einen Überblick über kontrollierte prospektive Studien zum Einsatz von Hypnose bei der Behandlung von chronischem Schmerz. Es wurden dreizehn Untersuchungen identifiziert (Studien zu Kopfschmerz ausgeschlossen), welche die Ergebnisse von Hypnose bei der Behandlung von chronischen Schmerzen entweder gegenüber eine Baseline oder einer Kontrollgruppe verglichen. Die Ergebnisse legen nahe, dass Hypnoseinterventionen konsistent zu signifikanten Verbesserungen in Bezug auf eine Reihe schmerzbezogener Probleme führten. Außerdem wurde festgestellt, dass Hypnose allgemein effektiver war als nichthypnotische Interventionen, wie etwa Aufmerksamkeit,  physikalische Therapie oder gesundheitliche Aufklärung. Die Mehrzahl der hypnotischen Interventionen für chronischen Schmerz beinhalteten Selbsthypnose. Allerdings besteht ein Mangel an Standardisierung der untersuchten hypnotischen Interventionen in den Studien, die Anzahl der Patienten war relativ gering und es fehlte an Langzeit-Folgeuntersuchungen. Die Implikationen der Befunde für künftige klinische Forschung und Praxis werden diskutiert.

 

Die Effektivität von Hypnotherapie beim Behandlungsverlauf von Krebspatienten: Erbrechen, akuter Schmerz und Angstabbau während der  Behandlungen
Sylvain Neron und Randolph Stephenson

Zusammenfassung: Klinische Hypnose ermöglicht bei der Behandlung von Krebs Symptomreduktion (Schmerzen und Ängste) und ermöglicht den Patienten, eine aktive Rolle bei ihrer Therapie und während der Behandlungen einzunehmen. Ziel dieses Artikels ist es, systematisch und kritisch die Evidenzlage bezüglich der Effektivität von Hypnotherapie hinsichtlich Erbrechen, Analgesie und Angstreduktion bei akutem Schmerz durchzusehen, insbesondere während der Behandlungen und mit einem Schwerpunkt auf dem Zeitraum zwischen 1999 und 2006. Darüber hinaus soll eine theoretische Begründung für den Einsatz von Hypnose bei Krebspopulationen im gesamten Spektrum von Krankheits-/Behandlungsverlauf in verschiedenen klinischen Bereichen gegeben werden. Abschließend wird ein Behandlungsprotokoll für den Einsatz bei offener Angst und phobischen Reaktionen während der Strahlenbehandlung mit dem Ziel vorgelegt, dass solch ein Protokoll in Zukunft empirisch validiert werden könnte.

 

Evidenz-basierte klinische Hypnose im Rahmen von Geburtshilfe, Wehen und Geburt sowie bei vorzeitigen Wehen.
Donald Brown und D. Corydon Hammond

Zusammenfassung: Dieser Artikel gibt einen Überblick über Vorteile und Effektivität von Hypnose bei der Geburtshilfe und bei Wehen und Geburt. Es wird gezeigt, dass die Menge an Schmerzmitteln und Anästhetika sowie die Stufe 1 & 2 Wehen signifikant reduziert werden. Empirische Belege und theoretische Begründungen für den Einsatz von Hypnose bei vorzeitigen Wehen sowie bei Wehen und Geburt werden vorgebracht. Die Vorteile von Hypnose in Bezug auf die Dauer der Wehen, das Schmerzniveau und das Erleben der Wehen, ebenso wie ihre Effektivität beim Einsatz im Rahmen von vorzeitigen Wehen werden in  randomisierten kontrollierten Studien und in einer Metaanalyse festgestellt. Risikofaktoren für Frühgeburt werden darüber hinaus berichtet; Hypnose verlängert die Dauer der Schwangerschaft. Sechs Fälle werden vorgestellt, bei denen Hypnose einige Male zur Beendigung von Frühwehen führte und nach Indikation auch bei der Geburt. Ein Fallbericht über den erfolgreichen Einsatz von Hypnose bei einer Vierlingsschwangerschaft wird zusammen mit einigen Skripten vorgelegt.  Es werden Vorschläge für weitere Forschung gemacht.

 

Evidenzbasierte Hypnotherapie bei der Behandlung von Schlafstörungen
Gina Graci und John C. Hardie

Zusammenfassung: Eine Vielzahl an Forschungsarbeiten legt nahe, dass kognitiv-behaviorale Therapie in Kombination mit Hypnose bei vielfältigen psychologischen, behavioralen und medizinischen Störungen wirksam ist. Allerdings gibt es nur wenig Forschung bezüglich des Einsatzes von Hypnose als alleiniges oder kombiniertes Verfahren bei der Behandlung von Schlafstörungen. Die vorliegende Literatur ist beschränkt auf einen kleinen Teil nichtbiologischer Schlafstörungen. Die Ziele dieses Artikel bestehen darin, einen Überblick über die häufigsten Schlafstörungen, mit Schwerpunkt auf Insomnie, zu liefern,  die kognitiv-behavioralen Ansätze zur Behandlung von Schlafstörungen zu besprechen und die bestehende empirische Literatur bezüglich des Einsatzes von Hypnotherapie bei der Behandlung von Schlafstörungen zu besprechen.  Das übergeordnete Ziel ist es, Kliniker darüber aufzuklären, wie Schlaftherapie und Hypnotherapie miteinander verbunden werden können. Es besteht dringender Forschungsbedarf bezüglich der Evaluation der Effektivität von Hypnose bei der Behandlung von Schlafstörungen.

 

Hypnose beim Umgang mit  akutem Leiden während medizinischer Maßnahmen
Nicole Flory, Gloria M. Martinez Salazar und Elvira V. Lang

Zusammenfassung: Der Einsatz von Hypnose während medizinischer Maßnahmen hat eine lange Tradition, muss jedoch um seine Akzeptanz als etabliertes Verafahren kämpfen. In den letzten Jahren haben eine Reihe von randomisierten kontrollierten klinischen Studien mit ausreichend großer Teilnehmerzahl die Effektivität von Hypnose im peri-operativen Bereich demonstriert. Durch Fortschritte im Bereich von minimal-invasiven Hightech-Verfahren, während derer der Patient bei vollem Bewusstsein bleibt, haben hypnotische Zusatzbehandlungen viele Anwendungsbereiche erhalten. Dieser Artikel beschreibt das prozedurale Umfeld sowie pharmakologische und nichtpharmakologische Interventionen zur Stressreduktion. Aktuelle Forschungsbefunde, Kontroversen in der Literatur und Sicherheitsüberlegungen werden besprochen. Die Implikationen für klinische Praxis und Ausbildung werden diskutiert, ebenso Ansatzpunkte für zukünftige Forschung. Hindernisse für die langsame Akzeptanz von nichtpharmakologischen Interventionen, Mind-Body-Therapien und Patienten-zentrierten Ansätzen werden ebenfalls erörtert.

 

Effektivität von Hypnose bei der Behandlung von Essstörungen
Marianne Barabasz

Zusammenfassung: Forschung zur Effektivität von Hypnose bei der Behandlung von Essstörungen hat gemischte Resultate hervorgebracht. Dies liegt zum Teil an dem Zusammenspiel von Charakteristika von Menschen mit Essstörungen und den Phänomenen der Hypnose. Zusätzlich wird von einigen Autoren angemerkt, dass methodische Beschränkungen der Hypnoseforschung oftmals die Evaluation von Behandlungseffizienz erschweren. Viele der bestehenden Studien beinhalten nicht ausreichende Informationen über die Spezifika der hypnotischen Intervention(en), um eine Replikation und klinische Implementation zu ermöglichen. Aus diesem Grund werden in diesem Artikel nur Berichte mit replizierbarer Methodenbeschreibung besprochen. Dabei wird insbesondere auf die drei Störungen eingegangen, die für den Kliniker von primärem Interesse sind: Bulimia nervosa, Anorexia nervosa und Fettleibigkeit. Die Implikationen für die Evaluation der Behandlungseffektivität werden besprochen.

 

Die Effektivität von Hypnotherapie bei der Behandlung von psychosomatischen Störungen: Metaanalytische Evidenz.
Erich Flammer

Zusammenfassung: Es wird behauptet, dass Hypnotherapie effektiv bei der Behandlung psychosomatischer Störungen sei. Eine Metaanalyse über 21 randomisierte kontrollierte klinische Studien wurde durchgeführt, um die Effektivität von Hypnose bei psychosomatischen Störungen zu evaluieren. Die Studien verglichen Patienten, welche ausschließlich mit Hypnotherapie behandelt wurden, mit unbehandelten Kontrollpersonen. Studien, welche adjunktive medizinische Standardversorgung beinhalteten, wurden ebenfalls in die Untersuchen einbezogen. Die Art der Hypnotherapie wurde dabei klassifiziert als klassisch (n = 9), gemischt (n = 5) oder modern (n = 3). Die Ergebnisse dieser 21 Studien zeigten eine gewichtete mittlere Effektstärke d+ = .61 (p = .0000). Eine Varianzanalyse erbrachte signifikante Unterschiede zwischen klassischer, gemischter und modernen Hypnose. Eine Regression des Ergebnisses auf die Behandlungsdosis ergab keinen signifikanten Zusammenhang. Die numerischen Werte für die Korrelation zwischen Suggestibilität und Ergebnis wurden lediglich in 3 Studien berichtet (Mittelwert r=.31). Die Metaanalyse belegt klar, dass Hypnosetherapie bei der Behandlung psychosomatischer Störungen effektiv ist.

 
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